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Faust & Auge - Kultur und Natur erleben in Murnau und dem bayerischen Voralpenland
Kompetente und individuelle Führungen zu Kunst, Kultur und Natur
Faust & Auge
Ob Königsberge oder Künstlerpfade - ich führe Sie individuell durch die Berg- und Kulturwelt des bayerischen Voralpenlandes.
Möchten Sie mehr über die Geschichte Oberammergau's, den Ort der weltweit bekannten Passionsspiele, erfahren?
Auf den Spuren Gabriele Münters und ihres Lebensgefährten Wassily Kandinsky deren Wohnort Murnau und die herrliche Kulturlandschaft des Murnauer Mooses erkunden?
Oder aber die sagenhafte Bergwelt rund um die Königsschlösser des Märchenkönigs Ludwig II besteigen?
Vom Chiemsee bis zum Eibsee am Fuße der Zugspitze biete ich Privatpersonen und Kleingruppen individuelle Führungen und Tagesprogramme mit kompetentem Background zu Kunst, Kultur und Natur.
Holen sie sich auf dieser Seite Anregungen zu ihren Interessengebieten oder schildern Sie mir Ihre Vorstellungen - ich berate Sie gerne.
Schloss Linderhof
Das bayerische Voralpenland ist geprägt von den Schloss- und Prachtbauten König Ludwigs II.
Schloss Linderhof (Bauzeit 1874-1878) ist das kleinste seiner Schlösser und das einzige, das noch zu seinen Lebzeiten vollendete wurde.
König Ludwig II. liebte dieses kleine Schloss und verbrachte in ihm auch die meiste Zeit. Parallel zum Schlossbau wurde auch eine imposante Parkanlage errichtet. Wasserspiele mit Neptunbrunnen, der maurische Kiosk, das marokkanische Haus oder auch die Venusgrotte schmücken den Park. Die große Verehrung des Märchenkönigs für Richard Wagner oder seine Faszination für das Exotische kommen in den Bauwerken besonders gut zum Ausdruck.
Von Schloss Linderhof sind das barocke Kloster Ettal, sowie der Passionsort Oberammergau jeweils etwa 13 km entfernt.
Königshaus am Schachen (Jagdschloss Schachen)
Das Königshaus am Schachen (Jagdschloss "Schachen") liegt hoch (1866 m) über Garmisch-Partenkirchen unterhalb der Dreitorspitze im Wettersteingebirge.
König Ludwig II. ließ dieses Jagdschloss 1871 im Schweizer Chaletstil in der Einsamkeit der Berge erbauen. Das Holzhaus ist im ersten Stock mit einem großen Prunkraum im maurischen Stil ausgestattet.
Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss dienten dem täglichen Leben und der Nachtruhe. Auf dem "Königsweg", einer Art Forst- und Holzziehweg, gelangten die Besucher mit der Pferdekutsche bzw. dem Pferdeschlitten zu dem Chalet. Für die Wanderung von Garmisch-Partenkirchen durch die sehenswerte Partnachklamm über die "Steilenhütte" bzw. den "Kälbersteig" benötigt man vier bis fünf Stunden, während die Gehzeit von Schloss Elmau über den "Königsweg" ca. drei Stunden ausmacht.
Schloss Herrenchiemsee
Das neue Schoss Herrenchiemsee auf der gleichnamigen Insel im Chiemsee stammt aus den Jahren 1878 bis 1886 und war das letzte große Bauprojekt Ludwigs II.
Als Abbild von Versailles nimmt es in Vielerlei Hinsicht Bezug auf den Herrschaftssitz des Sonnenkönigs in Paris.
Zu den sehenswertesten Räumen des Chiemseeschlosses gehören der Spiegelsaal, das Prunktreppenhaus, das Paradeschlafzimmer und die privaten Zimmer Ludwigs II.
Schloss Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein befindet sich bei Schwangau im Ostallgäu. König Ludwig II. von Bayern ließ es im Stil des Historismus als mittelalterliches Märchenschloss erbauen.
Schloss Neuschwanstein ist das wohl international bekannteste und architektonisch spektakulärste der drei großen Königsschlösser, die der Märchenkönig Ludwig II. errichten ließ. Im Stil des Historismus als mittelalterliche Märchenschlossphantasie erbaut, liegt es auf einem hohen Fels über der Pöllatschlucht in der nähe von Füssen.
Die Räume im dritten und vierten Stockwerk zeigen Ludwigs Vorliebe für die von seinem Freund Richard Wagner in dessen Opern verwendeten Motive.
Kloster Ettal
Kloster Ettal wurde von Kaiser Ludwig dem Bayern 1330 gegründet, was nicht nur seinem Seelenheil dienlich sein sollte, sondern auch der Sicherung einer der damals wichtigsten Handelswege von Augsburg nach Verona.
Grundstein des Klosters ist ein aus Pisa stammendes Marienbild, die sogenannte Ettaler Madonna.
Nach einem Brand 1744, bei dem die Klosteranlage weitgehend zerstört wurde, wurde die Kirche nach Plänen Enrico Zuccallis durch Joseph Schmuzer einem Hauptvertreter der Wessobrunner Schule wieder aufgebaut.
Das Benediktinerkloster ist nicht nur wegen seiner Brauerei und Destillerie zur Herstellung des berühmten Kosterliquers ein beliebtes Ausflugsziel.
Kloster Steingaden
Die ehemalige Prämonstratenser Stiftskirche Steingaden repräsentiert wie die in Nachbarschaft gelegene Basilika in Altenstadt den Typus der alpenländischen querschiffslosen romanischen Basilika mit Doppelturmfassade und drei Apsiden.
Vor seinem Aufbruch zum Kreuzzug 1147 wurde das dem Heiligen Johannes dem Täufer geweihte Kloster von Markgraf Welf VI., Sohn von Herzog Heinrich IX von Bayern, gegründet.
Nach Brandschatzungen und Plünderungen im Bauernkrieg, sowie der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg folgte bis 1663 der Wiederaufbau im Stil des beginnenden Barock.
Zur Sechshundert-Jahrfeier im Jahr 1747 beschloss der Konvent die Neuausstattung des Kirchenraumes in zeitgemäßen Rokoformen. Die Arbeiten die 1750 abgeschlossen waren,, bilden das noch heutige Erscheinungsbild. Die Rokokostukkaturen sind wahrscheinlich Werk des Franz Xaver Schmuzers, eines der Hauptvertreter der Wessobrunner Schule. Die Fresken hingegen stammen vom Augsburger Akademiedirektor Johann Georg Bergmüller.
Weitere sakrale Sehenswürdigkeiten sind Kloster Rottenbuch, Kloster Ettal, Kloster Wessobrunn und die Basilika in Altenstadt.
Kloster Wessobrunn
Das ehemalige Benediktinerkloster wurde 753 gegründet. Das „Wessobrunner Gebet“, eines der ältesten deutschen, aus dem 9. Jahrhundert stammenden Sprachzeugnisse und die „Wessobrunner Schule“, eine Gruppe von Baumeistern und Stukkatoren, machten das Kloster berühmt.
Sattelgedeckter Turm der ehem. Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Am prächtigen Stuck des Gästetraktes sowie im Tassilosaal läst sich die einstige Pracht des Klosters erahnen. Die Pfarrkirche von 1758, mit einem spätromanischen Kruzifix des 13. Jahrhunderts.
Wieskirche
Die barocke Wallfahrtskirche „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies” liegt bei Steingaden in der malerischer Voralpenlandschaft Oberbayerns und ist ein Meisterwerk im Zusammenspiel von elegant-strenger Architektur und festlich-heiterer Innenraumdekoration. Die Wieskirche ist das Gemeinschaftswerk der Brüder Dominikus und Johann Baptist Zimmermann.
Der längliche Baukörper wird akzentuiert durch den mittleren Zentralbau unter hohem Mansarddach, den vierachsigen Langchor unter niedrigeren Satteldächern und den zweigeschossigen Turm. Dieser Akzentsetzung antwortet der durch seine großen Fenster lichte, ovale Zentralraum im Inneren, als Gemeinderaum sparsam dekoriert, der in den durch Stuckmarmore üppig farbig gestalteten Chor einleitet. Beide Raumeinheiten verbinden die illusionistischen Gewölbefresken und die weiß gefassten Holzskulpturen des Hochaltars und an den Pfeilern des Gemeinderaumes.
Seit 1983 gehört die Wieskirche zum UNESCO Weltkulturerbe.
Gabriele Münter
Gabriele Münter (1877-1962) war eine Malerin des Expressionismus, Fotografin und Retterin der Bilder des Blauen Reiters durch den Zweiten Weltkrieg.
Ihre künstlerische Karriere begann mit einer Ausbildung zur Malerin. Sie studierte an der Malschule des Künstlerinnen-Vereins, wechselte aber an Wilhelm Hüsgens und Waldemar Heckers kleine, fortschrittliche Kunstschule Phalanx an der auch Wassily Kandinsky arbeitete. Während des Malaufenthaltes in Kallmünz verlobt Sie sich mit ihrem Lehrer Kandinsky.
Sie wird Mitbegründerin der Neuen Künstlervereinigung München, aus der sie gemeinsam mit Kandinsky, Marc und Alfred Kubin bereits 1911 wieder austritt. Anschließend bilden sie dann den Kern der jungen Gruppe des Blauen Reiter. Mit dem Kunsthistoriker Johannes Eichner nach Murnau und malt vorwiegend Blumenstilleben, ebenso aber auch zahlreiche abstrakte Studien. Im Münchner Haus der Kunst ist sie mit neun Arbeiten in einer Retrospektive des Blauen Reiter vertreten.
Im Jahr 1955 war Gabriele Münter Teilnehmerin der documenta 1 in Kassel. 1956 erhielt sie den Förderpreis im Bereich Bildende Kunst der Landeshauptstadt München. Außerdem ist sie Namensgeberin für den Gabriele Münter Preis für Künstlerinnen im Bereich Bildender Kunst des Frauenmuseums Bonn.
Wassily Kandinsky
Wassily Kandinsky (1866-1944) war ein russischer Maler, Graphiker und Kunsttheoretiker. Er war ein Künstler des Expressionismus und vor allem der abstrakten Kunst. Häufig wird Kandinsky als Schöpfer des ersten abstrakten Bildes der Welt genannt.
Nach seinem Abitur studierte er in Moskau Rechtswissenschaften, Nationalökonomie und Ethnologie, wobei er nebenbei malte. Einige Zeit später studierte er in München an einer privaten Kunstschule, anschließend an der Kunstakademie München bei Franz von Stuck. Zusammen mit Wilhelm Hüsgen war er einer der Gründer der Künstlergruppe „Phalanx“, wo er Gabriele Münter begegnete, die seine Lebensgefährtin wurde, Anschließend wandte er sich dem Expressionismus zu. In Murnau lernte er Rudolf Steiner kennen, dessen damalige Theosophie und nachherige Anthroposophie sein späteres Schaffen inspirierte und beeinflusste. Etwas später gründeten er und einige andere die Neue Künstlervereinigung München. Danach kam seine Entwicklung hin zur abstrakten Malerei. Nachdem er dort ausgetreten war wurde die Künstlervereinigung Blauer Reiter gegründet. Seine in der kunsttheoretischen Schrift über das Geistige in der Kunst zusammengetragenen Gedanken waren für die weitere Entwicklung der abstrakten Malerei von grundlegender Bedeutung.
Des Weiteren war er Mitgründer Künstlergruppe „Blaue Vier“ und veröffentlichte seine theoretische Schrift: „Punkt und Linie zu Fläche“, war Mitglied der Künstlerbewegung Abstraction-Création in Paris. Kandinsky besaß eine außergewöhnliche bildnerische Intelligenz und hatte ein ausgeprägtes Empfinden für Farbe und Form. Er ordnete den Farben tiefere Bedeutungen und Assoziationen zu und stellte sie in Gegensatzpaaren gegenüber.
Franz Marc
Franz Marc (1880-1916) wird in der Kunstgeschichte für immer als Maler von Tieren in kräftigen Farben und simplifizierten, beinahe kubistischen Formen in Erinnerung bleiben. Gemälde wie die Roten Pferde vermitteln ein Gefühl von Schönheit und Perfektion.
Ursprünglich wollte Franz Priester werden, dann Philosophie studieren. Aber beide Pläne wurden aufgegeben und im Jahre 1900 schrieb er sich an der Münchener Kunstakademie ein.
Zusammen mit Wassily Kandinsky, den er an der Kunstakademie getroffen hatte, gründete Franz Marc die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter. Andere Mitglieder waren Gabriele Münter und Alexeji Jawlensky. Später kamen noch August Macke und Paul Klee hinzu. Für Franz Marc wurde die Gruppe so etwas wie eine Heimat. Er hatte plötzlich Gefährten mit denen er seine Ideen über Kunst austauschen konnte. Franz Marc entwickelte eine enge Freundschaft mit Kandinsky und mit August Macke. Die Gruppe hatte auf Marcs Kreativität einen sehr positiven Einfluss. Sein künstlerisches Schaffen explodierte geradezu - sowohl in Qualität wie auch in Quantität.
Die Münchener Tannhauser Galerie war die Ausstellungsplattform für die Gruppe. Im Jahr 1911 hatte Der Blaue Reiter eine Gruppenausstellung. Und im Jahre 1913 organisierte die Galerie Tannhauser eine Solo Ausstellung für Franz Marc.
Beinahe alle Kunstwerke von Franz Marc zeigen Tiere. Er mochte Tiere und sah in ihnen unschuldige Geschöpfe, die in Harmonie mit der Natur lebten. Franz Marc wollte die Welt aus der Sicht der Tiere malen. Marc war ein sehr sensitiver und spiritueller Mensch.
Edmund Josef von Horváth (Ödön von Horváth)
Edmund Josef von Horváth (bekannt als Ödön von Horváth; 1901-1938) war ein bedeutender österreichisch-ungarischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
1923 begann Horváth ein Studium der Germanistik und Theaterwissenschaften in München, lebte anschließend als freier Schriftsteller in Murnau am Staffelsee und in Berlin. In Berlin kam Horváth u. a. mit Max Reinhardt und Gustav Gründgens in Kontakt. 1931 erhielt er für Geschichten aus dem Wiener Wald den Kleist-Preis. 1933 emigrierte Horváth zuerst nach Wien, 1938 dann nach Frankreich.
Horváths atmosphärisch dichte Stücke wie Bergbahn, Geschichten aus dem Wiener Wald, Glaube, Liebe, Hoffnung und Die Unbekannte aus der Seine sind durch eine klar-stringente Dialogführung bestimmt. In seinem satirischen Roman Der ewige Spießer karikierte Horváth die Engstirnigkeit und Doppelmoral des Kleinbürgertums. Vom Unheil der Diktatur erzählen Jugend ohne Gott und Ein Kind unserer Zeit, die 1953 unter dem Titel Zeitalter der Fische gesammelt erschienen. Mit ihnen kreierte Horváth „die Form des lyrisch abgekürzten, dramatisch gespannten, indirekt zeitkritischen Romans” (Klaus Mann). Viele der Stücke existierten zunächst nur in Form von Bühnenmanuskripten und wurden erst in den fünfziger Jahren angemessen ediert. Weitere Dramen des Autors sind Revolte auf Côte 3018, Sladek, der schwarze Reichswehrmann, Italienische Nacht, Kasimir und Karoline, Don Juan kommt aus dem Krieg, Figaro läßt sich scheiden und Der jüngste Tag.
Emanuel von Seidl
Emanuel von Seidl (1856-1919) war ein deutscher Architekt, Innenarchitekt und Ingenieur. Stilistisch war er ein Vertreter des Historismus.
Er studierte an der Technischen Hochschule München Architektur und arbeitete danach als Innenarchitekt.
Der heute nahezu unbekannte Bruder von Gabriel von Seidl war zwischen 1900 und 1918 ein erfolgreicher Villenarchitekt und weit über die Grenzen seiner Heimatstadt München hinaus bekannt.
Zu seinen Werken zählen große Landhäuser und Villen wie die "Seidlvilla" (auch "Villa Lauterbacher"). Außerdem Kurhotels, Vereinsgebäude, die Bauten der Deutschen Abteilung auf der Weltausstellung in Brüssel, das Elefantenhaus im Münchner Tierpark Hellabrunn, der Ostflügel des Schlosses Sigmaringen, das Augustinerbräu mit dem Muschelsaal in der Neuhauserstraße in München, die Fassade des Münchner Theresien-Gymnasiums, der Festsaal im Deutschen Museum und den Murnauer Park.
Murnauer Moos
Das Murnauer Moos liegt am Nordrand der bayerischen Alpen und südlich von Murnau und Staffelsee. Es stellt mit 32 km² das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas dar.
Das Murnauer Moos entstand aus dem Bett des Loisachgletschers, das sich im Laufe der Zeit zu einer ausgedehnten Moorfläche entwickelte. Das Gebiet umfasst eine vielfältige Landschaft mit Streuwiesen, Nieder- und Übergangsmooren, Quelltrichtern, Altwasser sowie voll ausgebildeten Hochmooren und bietet heute 946 Pflanzenarten (davon stehen 164 auf der Roten Liste) und mehrere tausend Tierarten ein Refugium. Ein großer Teil des Gebietes steht heute unter Naturschutz.
Eine geologische Besonderheit sind die sogenannten Köchel, eine aus hartem Glaukoquarzit bestehende Gesteinskögel aus der Kreidezeit des Helvetikums. Diese wurden in den Hartsteinwerken am Moosberg und am Langen Köchel abgebaut und z. B. zur Pflasterung von Straßen oder als Bahnschotter verwendet. Heute werden die Flächen renaturiert.
Zugspitze
Die Zugspitze ist mit genau 2.9062,06m ü. NHN der höchste Berg Deutschlands und befindet sich am Fuße des Ortes Grainau am tiefblauen Eibsee.
Als Grenzberg zwischen Deutschland und Österreich und gehört sie zum Wettersteingebirge der Nördlichen Kalkalpen.
Der Gipfel ist bequem mit der Eibseeseilbahn, der Bayerischen Zugspitzbahn (Zahnradbahn) oder der Tiroler Zugspitzbahn zu erreichen. Die Fahrzeit der Seilbahnen liegen bei etwa 10 Minuten und ermöglichen bei guter Sicht einen herrlichen Blick in die umgebende Gebirgswelt.
Etwa 350m unterhalb des Gipfels, das sogenannten Zugspitzplatt ist ein sanft abfallendes Geröllfeld mit Deutschlands höchstem und einzigem Gletscher.
Im Winter herrscht hier reger Skibetrieb, im Sommer lädt die Terrasse des Restaurants viele Touristen zu Kaffee und Kuchen und einem Sonnenbad ein.
Mit einem Ausflug zur Zugspitze lässt sich wunderbar ein Spaziergang durch die 702m lange Partnachklamm im Reintal bei Garmisch-Partenkirchen verbinden. Die spektakuläre, teilweise bis zu 80 Meter tief eingeschnittene Klamm wurde 1912 zum Naturdenkmal erklärt.
Alpspitze
Die Alpspitze ist ein 2628 m hoher Berg im Wettersteingebirge. Als Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen gilt der pyramidenförmige Gipfel als eine der bekanntesten und schönsten Berggestalten der Nördlichen Kalkalpen.
Auf die Alpspitze führen mehrere Klettersteige. Der kürzeste Anstieg erfolgt von der Bergstation Osterfelderkopf (2030 m) der Alpspitzbahn von Garmisch-Partenkirchen. Vom Osterfelderkopf kann die Alpspitze entweder direkt über die „Alpspitz-Ferrata“, einen leichten, weitgehend gesicherten und vielbegangenen Klettersteig erstiegen werden (ca. 2 Stunden vom Osterfelderkopf) oder man erreicht den Gipfel über den Nordwandsteig, der in einem Bogen nach Osten ins Oberkar und von dort am linken Rand des Kars zum Gipfel führt.
Eine weitere Auf- bzw. Abstiegsmöglichkeit besteht von der Grießkarscharte, die man entweder von der Höllentalangerhütte im Höllental über das Matthaisenkar erreicht (Klettersteig) oder vom Stuibensee über das Grießkar.
Die oft begangene Führe von der Alpspitze über den Jubiläumsgrat zur Zugspitze ist eine schwierige und lange Klettertour, bei der Stellen im dritten Schwierigkeitsgrad der UIAA-Skala zu bewältigen sind.
Wettersteingebirge
Das Wettersteingebirge, kurz Wetterstein, ist ein ideales Revier für Bergsteiger und Kletterer und gehört als Wintersportgebiet zu den bedeutenden Fremdenverkehrszentren in den Ostalpen.
Bergwanderer haben hier die Möglichkeit große Höhenunterschiede zu bewältigen. Die Nähe des Gebirges zu den süddeutschen Ballungszentren, die landschaftliche Attraktivität und die gute Erschließung mit Seilbahnen bewirken, dass das Gebirge zu manchen Zeiten überlaufen ist. Es gibt aber auch Gebiete, wo man als Naturfreund fast alleine mit der gewaltigen Hochgebirgsnatur sein kann.
Übernachtungsmöglichkeiten im Wettersteingebirge sind durch Hütten des Deutschen Alpenvereins gegeben. Desweiteren befinden sich mehrere Hütten in Privatbesitz die Verpflegung, Schutz und Unterkunft für Touristen, Bergsteiger und Wanderer bieten.
Karwendelgebirge
Das Karwendelgebirge ist eine Gebirgsgruppe der Ostalpen deren größter Teil sich in Tirol befindet.
Das zu den Nördlichen Kalkalpen gehörende Massiv erstreckt sich nördlich des Inn in mehreren westöstlich verlaufenden Gebirgsketten, die durch vorwiegend schmale Täler voneinander getrennt sind. Im Westen und Norden wird das Karwendelgebirge durch das Tal der Isar, die im Karwendel entspringt, im Osten durch das Achental mit dem lang gestreckten Achensee begrenzt. Hauptkamm ist die gewaltige zentrale Hinterautalkette, in der sich mit der 2749 Meter hohen Birkkarspitze die höchste Erhebung des Gebirges befindet. In der nördlichen Karwendelkette bildet die Karwendelspitze mit ihren beiden 2537 Meter und 2385 Meter hohen Gipfeln den Grenzkamm zwischen Bayern und Tirol. Das überwiegend aus Wettersteinkalken der Trias aufgebaute Massiv weist an den Hängen noch große Latschenbestände auf, während in den Tälern Mischwald dominiert.
Obwohl nur wenige Gipfel der beiden mächtigen mittleren Ketten durch gute Weganlagen erschlossen sind lassen sich dennoch im Karwendel schöne Routen zum Bergsteigen finden.
Ammergebirge, Ammergauer Alpen
Das Ammergebirge, auch Ammergauer Alpen genannt, ist eine überwiegend von der Ammer entwässerte Gebirgsgruppe der bayerischen Kalkvoralpen zwischen Lech und Loisach.
Im Südwesten reicht das durch das Tal der Ammer in zwei Hauptketten gegliederte Massiv bis zum Plansee in Tirol. Die höchsten Gipfel (Kreuzspitze 2185 m, Hochplatte 2082 m, Säuling 2047 m) liegen im Süden nahe der Grenze zwischen Bayern und Tirol. Sie werden von hartem Kalkstein und Dolomit aufgebaut. Nach Norden hin folgen in sehr komplizierter Schichtenlagerung die verschiedensten Sedimentgesteine, die je nach ihrer Verwitterungsbeständigkeit teils nackte Felsgipfel und Grate, teils abgerundete Kuppen und Mulden bilden. Nur die höchsten Gipfel und Grate oberhalb etwa 1700 Meter ragen aus der Walddecke des Ammergebirges, das ein kühles, sehr feuchtes und schneereiches Klima hat. Zum Schutz der vielfältigen Flora und Fauna wurde 1963 auf bayerischer Seite ein 288 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet ausgewiesen.
In den Ammergauer Alpen gibt es rund 500 Kilometer Wanderwege – von „Flachlandstrecken“ über gemütliche Bergtouren für die ganze Familie bis hin zur anspruchsvollen Besteigung der 1889 Meter hohen Notkarspitze.
Estergebirge
Das Estergebirge, auch Krottenkopfgebirge genannt, liegt in den bayerischen Alpen zwischen Loisach und Walchensee und ist somit Teil der Nördlichen Kalkalpen. Es ist eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete in den Bayerischen Alpen.
Wichtige Gipfel sind der Krottenkopf, der Bischof, die Hohe Kisten, der Hohe Fricken und der Simetsberg. Die Anstiege sowohl aus dem Loisachtal als auch von Südosten von Krün bzw. Wallgau sind relativ lang, daher ist es im Estergebirge mit Ausnahme des mit einer Seilbahn von Garmisch-Partenkirchen erschlossenen Wank (1.780 m) mit dem fast ganzjährig bewirtschafteten Wankhaus noch recht ruhig geblieben.
Im Estergebirge sind sowohl Sommer- als auch Wintertouren möglich. Die einzige Hütte des Deutschen Alpenvereins in diesem Gebiet, die Weilheimer Hütte am Krottenkopf, ist ein wichtiger Anlaufpunkt für die Touren.
Eine lohnende Tour geht zum Kühfluchtfall am Hohen Fricken, den man schön von Farchant aus sehen kann. Der Bach entspringt mitten aus einer senkrechten Felswand in dickem Strahl (wetterabhängig).
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